Mecklenburg_Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ergänzt das KiföG M-V (Kindertages-förderungsgesetz) sowie das KJHG-Org-M-V (Landesjugendhilfeorganisa-tionsgesetz) die Bundesgesetzgebung.


Pflegeerlaubnis

Die Erlaubnis zur Kindertagespflege ist hier zu erteilen, wenn das Wohl des Kindes gewährleistet ist, die Tagespflegeperson pädagogisch und persönlich geeignet ist sowie die räumlichen Voraussetzungen gegeben sind.

Die Kinder sollen in besonderer Weise personale, soziale, kognitive, körperliche und motorische Kompetenzen sowie Kompetenzen im alltagspraktischen Bereich in folgenden Bildungs- und Erziehungsbereichen erwerben:

Kommunikation, Sprechen und Sprache(n), Bewegung,

(Inter)kulturelle und soziale Grunderfahrungen,

Werteerziehung, Ethik und Religion,

Musik, Ästhetik und bildnerisches Gestalten,

elementares mathematisches Denken,

Welterkundung und naturwissenschaftliche Grunderfahrungen,

Gesundheit.

Der örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe hat sicherzustellen, dass die Tagespflegepersonen mindestens 20 Stunden pro Kalenderjahr Angebote zur Fort- und Weiterbildung wahrnehmen.


Gesundheitsvorsorge

Die Tagespflegepersonen sollen vor der Aufnahme eines Kindes von den Personensorgeberechtigten Angaben über den Zeitpunkt und die Stufe der letzten Früherkennungsuntersuchung und den Impfstatus verlangen.
Bei festgestellten (diagnostizierten) Entwicklungsauffälligkeiten wirken die Fachkräfte der Kindertageseinrichtungen und die Tagespflegepersonen gemeinsam mit den Personensorgeberechtigen auf deren Beseitigung hin.
Die Tagespflegepersonen sollen den Öffentlichen Gesundheitsdienst bei der Durchführung von Untersuchungen und Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention unterstützen.

Sie wirken gegenüber den Personensorgeberechtigten darauf hin, dass die Kinder an der Früherkennungsuntersuchungen nach § 26 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch und an den öffentlich empfohlenen Schutzimpfungen teilnehmen.

Aus Gründen der Gesundheitsvorsorge und der Suchtvorbeugung darf in den Kindertageseinrichtungen und den Räumen der Kindertagespflege nicht geraucht und dürfen während der Öffnungszeiten keine alkoholischen Getränke zu sich genommen werden.


Sonstiges

Bei der Inanspruchnahme von Tagespflege haben die Tagespflegeperson und die Personensorgeberechtigten durch einen schriftlichen Betreuungsvertrag die das Wohl des Kindes betreffenden wesentlichen Punkte zu vereinbaren.

Die Pflegeperson hat den zuständigen Mitarbeitern des Jugendamtes nach Aufforderung entsprechende Auskunft über die Pflegestelle und das Kind oder den Jugendlichen zu geben. Besteht der begründete Verdacht einer Gefährdung des Wohls des Kindes oder Jugendlichen in der Pflegestelle, ist ihnen Zutritt zu den Räumen, die dem Aufenthalt des Kindes oder des Jugendlichen dienen, zu gestatten.

Seit 1.1.2011 wird in Mecklenburg-Vorpommern als erstem Bundesland eine Bildungskonzeption aufgrund der Frühkindlichen Bildungsverordnung (FrühKiBiVO M-V) erprobt. Nach Möglichkeit sollen Tagespflegestellen eine Konzeption unter Berücksichtigung der Bildungsverordnung erstellen und dem örtlichen Träger der Jugendhilfe vorlegen.


Investitionszuschüsse

Auch das Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt auf der Grundlage der Verwaltungsvereinbarung des Bundes und der Länder über das Investitionsprogramm "Kinderbetreuungsfinanzierung" 2008 bis 2013, nach Maßgabe einer Verwaltungsvorschrift Zuwendungen für Investitionen, die der Schaffung und Sicherung von Betreuungsplätzen für Kinder bis zum vollendeten dritten Lebensjahr dienen.

In der Kindertagespflege werden nur kindbezogene Ausstattungen gefördert. Kindbezogen sind Ausstattungen, wenn sie unmittelbar den Kindern oder ihrer Betreuung dienen.

Ausstattungsmaßnahmen können gefördert werden, wenn der Standort der Kindertagespflegestelle in der kommunalen Jugendhilfeplanung als langfristig gesichert ausgewiesen ist.

Sollte dennoch die Kindertagespflegestelle vor Ablauf der Zweckbindungsfrist geschlossen werden oder ein Trägerwechsel erfolgen, ist eine zweckentsprechende Weiterverwendung der aus den Zuwendungen beschafften Ausstattung durch die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe zu gewährleisten.



>> Zurück zur Übersicht

NEWS


10 Fragen zum Rechtsanspruch
Weiterlesen



Die gesetzliche Unfallversicherung
Weiterlesen



Schriftform bei der Kündigung
Weiterlesen



Änderungen bei den Sozialversicherungen
Weiterlesen



Änderungen im Bereich Steuer
Weiterlesen